Mehrwert durch Corporate Branding und Mitarbeiterkommunikation

Mehrwert durch Corporate Branding und Mitarbeiterkommunikation

Die ursprüngliche Idee hinter dem Corporate Branding, ist es den Unternehmen zu ermöglichen, Vertrauen und Zustimmung für das Unternehmen als Ganzes und für ihre Produkte oder Dienstleistungen im Besonderen aufzubauen. Darüber hinaus soll auch im Rahmen einer umfassenderen Marktkommunikation nach außen, auch auf das weitere Umfeld des Unternehmens, wie Stakeholder, Lieferanten und die Gesellschaft im Allgemeinen positiv Einfluss ausgeübt werden.

Kann Corporate Branding effektiv genutzt werden um zur Verbesserung der Mitarbeiterkommunikation, der Steigerung der Produktivität und Mitarbeiterbindung beizutragen?

 

Betrachten wir das aus der Perspektive eines HR-/oder Linien-Managers, der mit der Belegschaft des Untergebenen kommuniziert. Wenn der/die Manager/in sich vornimmt, im Laufe der Zeit und über eine Reihe von Botschaften einen positiven Ruf aufzubauen, dann könnten wir sagen, dass er oder sie sich Branding-Maßnahmen durchführt. Es ist ein Versuch, das Vertrauen zu schaffen und die Unterstützung zu gewinnen, die notwendig sind, damit Botschaften, wie Arbeitsanweisungen williger und akzeptiert und besser befolgt werden. Es handelt sich also durchaus um ‚Marketing nach innen‘, mit dem auch die Unternehmenskultur beeinflusst werden kann.

 

Vermarkter, die Produkte branden, tun im Wesentlichen dasselbe: Sie senden eine Reihe von Botschaften aus, die darauf abzielen, im Laufe der Zeit einen positiven Ruf aufzubauen um damit das Verhalten der Kunden im Interesse der Unternehmung zu beeinflussen.

 

Wenn die Botschaften an die Mitarbeiter Vertrauen und Unterstützung erzeugen, dann kann die danach gesendete Kommunikation dazu genutzt werden, die Produktivität und die Mitarbeiterbindung zu erhöhen.

 

So ist als Beispiel bei der Herausgabe von Mitarbeiter-Newslettern zu beachten, dass Artikel und Informationen von Wert für die Leser, also die Mitarbeiter, sein müssen. Auf diese Weise sehen die Mitarbeiter ihren Firmen-Newsletter als nützliche Ressource und nicht als Propaganda des Managements. Das wiederum öffnet die Tür, um Mitarbeiter aufzufordern, bestimmte Dinge zu tun oder zu lassen (z. B. Sicherheitsmaßnahmen), und um so eine positive Reaktion von ihnen zu erhalten.

 

In gewisser Weise ist es nur eine semantische Übung, diesen Prozess des Aufbaus von Vertrauen und Wohlwollen als Branding zu bezeichnen. Ich denke jedoch, wenn wir einem Prozess einen Namen geben, machen wir ihn leichter verständlich und nachvollziehbar. Und das ist vielleicht der eigentliche Wert, wenn wir im Zusammenhang mit der Mitarbeiterkommunikation von Branding sprechen. Solche Buzz-Wörter oder Worthülsen müssen zwar zunächst mit Inhalten gefüllt und dann auch konsequent umgesetzt bzw. gelebt werden. Die taktische Verwendung von Buzz-Wörter mag zudem helfen relevante Maßnahmen budgetiert zu bekommen, oder das Budget der Marketing Abteilung anzubohren? 😉

 

Lassen Sie uns dieses Thema auch in einem weiteren Sinne betrachten, denn es ist wichtig, sich die verschiedenen Rollen der Kommunikation für Produktivität und Mitarbeiterbindung vor Augen zu führen. Wir denken dabei an drei generische Arten von Kommunikation: instruktive, kontextuelle und motivierende Kommunikation:

 

  • Instruktive Kommunikation liefert Informationen, die anderen helfen, ihre Arbeit effizienter zu erledigen.
  • Kontextbezogene Kommunikation liefert das Gesamtbild, das den Empfängern helfen soll, ihre Arbeit effektiver zu erledigen.
  • Und motivierende Kommunikation zeigt den Empfängern die Vorteile auf, wenn sie so reagieren, wie wir es von ihnen verlangt haben.

 

Um Vertrauen und Unterstützung aufzubauen, sollte die instruktive Kommunikation genau, zeitnah und funktional sein. Die Menschen, die unsere Nachrichten erhalten, sollten in der Lage sein, danach zu handeln, und sie sollten wissen, dass sie vertrauensvoll danach handeln können.

Die kontextbezogene Kommunikation sollte relevant und hilfreich sein. Sie sollte das Thema in einen Rahmen stellen, der anderen hilft zu verstehen, wie bestimmte Aufgaben oder Themen in den strategischen Ablauf passen.

Und die motivierende Kommunikation sollte sich auf sie konzentrieren, nicht auf Sie. Sie sollte den Rezipienten zeigen, wie wichtig ihre Beiträge sind.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sie Mitarbeiter-Branding als den Prozess des Aufbaus einer Unternehmenskultur des Vertrauens und der Unterstützung betrachten sollten, ein Prozess, der es in Konsequenz ermöglicht, die Produktivität und die Mitarbeiterbindung durch Kommunikation effektiver zu steigern.

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Weitere Praktische Themen, Tipps und Anregungen finden Sie in meinem Blog. Viel Spaß.

© Ulf Brackmann | ulfbrackmann.de   |  passionforpeople.de

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Ulf Brackmann (Editor)
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