Ein Schlüsselelement beim öffentlichen Reden: Das Timing von Pausen

Ein Schlüsselelement beim öffentlichen Reden: Das Timing von Pausen

Timing ist das A und O beim Sprechen in der Öffentlichkeit. Das Klischee: Es kommt nicht darauf an, was Sie sagen, sondern wie Sie es sagen, trifft auf das öffentliche Sprechen in hohem Maße zu.

Wo Sie Ihre Pausen während Ihrer Präsentation setzen, ist einer der wichtigen Aspekte, um Spannung zu erzeugen, um somit das Publikum nicht einschlafen zu lassen, oder auch um Gelegenheiten zu geben das Gesagte ein wenig reflektiere und wirken zu lassen.  Kombinieren Sie dies mit Humor und Sie sind definitiv auf einem guten Weg.

Timing ist das Element, das bei spontanen Reaktionen eine Rolle spielt, besonders bei Entwicklungen während Ihres Vortrags, die unerwartet auftreten.

Vergessen Sie jedoch nicht, dass Sie, wenn Sie erwarten, dass in Kürze ein Lachen ausbricht, nicht sprechen sollten, da Ihre Stimme und das, was Sie sagen, höchstwahrscheinlich vom Lärm des Publikums übertönt werden wird.

Denken Sie daran, dass Lachen oft schwer zu bekommen ist und daher auch leicht zu entmutigen ist. Versuchen Sie so viel wie möglich, den Augenkontakt mit dem Publikum ein wenig länger aufrechtzuerhalten, wenn Sie die Pointe liefern.

Die Größe des Publikums kann auch die Art und Weise beeinflussen, wie Sie Ihr Timing einsetzen. Wenn das Publikum klein ist, werden Sie Ihre Präsentation höchstwahrscheinlich in einer kürzeren Zeit abliefern, als wenn Sie ein großes Publikum haben. Die Reaktion eines großen Publikums wird etwas länger dauern und nicht so schnell erfolgen, wie wenn das Publikum klein ist. Außerdem müssen Sie warten, bis der scheinbare Ripple-Effekt Ihrer Pointe das Publikum in der letzten Reihe erreicht.

Ob Sie es glauben oder nicht, diese dringend benötigte Stille in Ihre Präsentation einzubauen, ist eines der Markenzeichen eines geschickten und guten Redners. Kein öffentlicher Redner sollte ständig vor sich hin plappern, in der Hoffnung, dass das Publikum an dem kleben bleibt, was Sie zu sagen haben. Ironischerweise ist dies ein effektiver Weg, um die Aufmerksamkeit der Zuhörer von Ihnen abzulenken. Die Verwendung von Pausen verleiht Ihrer Präsentation den dringend benötigten Schliff und lässt Sie als selbstbewussten Experten erscheinen.

Kurze Pausen sind effektiv, damit Sie Ihre Gedanken trennen können. Diese Pausen dauern zwischen einer halben und zwei Sekunden. Sie müssen nicht wortwörtlich mitzählen, denken Sie nur daran, sich zu verlangsamen. Das gibt den Zuhörern die Möglichkeit, alles aufzunehmen, was Sie vermitteln wollen, es wirken zu lassen. Es ist auch hilfreich, wenn Sie den Tonfall Ihrer Stimme am Ende eines Gedankens ändern, da dies den Zuhörern signalisieren könnte, dass ein weiterer Gedanke auf sie zukommt.

Pausen sind auch ein effektives Mittel, wenn Sie etwas hervorheben wollen. Setzen Sie sie vor ein Wort oder einen Gedanken, auf den sich die Zuhörer konzentrieren sollen, dann werden sie das mit Sicherheit mitbekommen.

Haben Sie Mut zur Pause. Viel Erfolg!

 

Praktische Tipps und Anregungen finden Sie in meinem Blog. Viel Spaß.

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Ulf Brackmann (Editor)
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